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Das ARPAnet
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Ursprünge
im Kalten Krieg
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Die Ursprünge des heutigen Internets reichen in die 60er Jahre zurück, in die Zeit des Kalten Krieges zwischen den beiden Weltmächten USA und UdSSR. Neue Impulse in der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) wurden in jener Zeit hauptsächlich durch militärische Initiativen gesetzt.
Die technologischen Ideen und Entwicklungen der Vorläufernetze kamen aus einer innovativen Forschungseinrichtung des US-Verteidigungsministeriums, der seit 1958 bestehenden Advanced Research Projects Agency (ARPA), deren Gründung auf den "Sputnik"-Schock zurückgeht. Seit den frühen 60er Jahren wurde dort unter anderem erforscht, wie man wichtige militärische Daten und Kommunikationssysteme gegen nukleare Angriffe unempfindlich machen könnte.
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Netzwerkmodelle
von Paul Baran >>
RAND Memorandum
1964
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Als Lösung kam nur ein elektronisches Datennetz ohne Kommandozentrale in Frage. Die gleichen Datenpakete sollten dabei auf mehreren weit entfernten Rechnern abgelegt werden. Bei neuen oder geänderten Daten sollten sich alle angeschlossenen Rechner binnen kürzester Zeit den aktuellen Datenstand zusenden. Jeder Rechner sollte dabei über mehrere Wege mit jedem anderen Rechner kommunizieren können. So würde das Netz auch dann funktionieren, sollte ein einzelner Rechner oder eine bestimmte Leitung durch einen Angriff zerstört werden. So gab die US Air Force 1964 bei der RAND Corporation das so genannte "dezentrale Netzwerk" in Auftrag, das jedoch scheiterte und nie realisiert wurde.
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1969:
Das ARPAnet
entsteht
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Die ARPA entschloss sich 1966 zur Vernetzung der ARPA-eigenen Großrechner, um Computerrechenzeiten zu teilen und die Kommunikation zu beschleunigen. Dabei wurde die Idee des "dezentralen Netzwerks" wieder aufgegriffen. Im September 1969 wurden die ersten vier Knoten an amerikanischen Universitäten zum ARPAnet verknüpft. Es wurde für Forschungseinrichtungen geöffnet, die mit dem US-Verteidigungsministerium zusammenarbeiteten, aber zunehmend von den Wissenschaftlern für ihre eigenen Kommunikationszwecke genützt. Drei Jahre später waren bereits 40 Rechner beteiligt.
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ARPAnet
September 1971 >>
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Peter H. Salus (1995),
Casting the Net, Addison-Wesley, p. 64
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Vom Regierungsnetz
zur Privatisierung
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Nach und nach erhielten Wissenschaftler aller Disziplinen Zugang zum Netzwerk, und 1983 wurde es geteilt in ARPAnet für wissenschaftliche Zwecke und MILnet für direkt militärische Anwendungen. Während der 80er Jahre entstanden unter Beteiligung der National Science Foundation (NSF) weitere Netzwerke, die kostenlos für jede US-amerikanische Forschungs- und Ausbildungseinrichtung zugänglich waren, aber alle Projekte benutzten ARPAnet als Basis, das Netzwerk der Netzwerke hieß ARPA-INTERNET und dann INTERNET. Zur selben Zeit wurden regionale Netzwerke geschaffen, um individuelle Institutionen und Firmen mit dem nationalen Netzwerk zu verbinden.
Da ARPAnet nach 20 Jahren technologisch überholt war, wurde es 1990 geschlossen, sein Nachfolger für fünf Jahre wurde das von der NSF betriebene NSFnet. Kommerzieller Druck, wachsende Netzwerke privater Konzerne und gemeinnütziger kooperativer Netze führten 1995 zum Ende dieser letzten von der US-Regierung betriebenen Basis des Internets. Damit war die vollständige Privatisierung des Internets eingeleitet.
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Weitere Informationen:
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